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Seit dem 25. Mai 2008 läuft die vierte
Wahlperiode mit fünf Gemeindevertretern der FW. Der Rückblick:
Alles begann
Anfang des Jahres 1994. Helmut Gröne hatte gerade innerhalb der SPD
die entscheidende Abstimmung um den Bürgermeisterkandidaten gegen
Bernd Kroll verloren und war aus der SPD ausgetreten.
Um Helmut sammelte sich daraufhin ein bunter Haufen ehemaliger
BI-Aktivisten, politisch interessierter Hetlinger Neubürger bis hin
zum örtlichen Kneipenwirt. Von links bis konservativ war
alles vertreten. Mit einem Programm, das im Wesentlichen die
bisherige Politik von Bürgermeister-CDU wie auch SPD scharf
ablehnte, erreichte die FW bei der Kommunalwahl im März 1994 auf
Anhieb 18 % und zwei Sitze in der Gemeindevertretung, besetzt durch
Kuddl Hartz und Helmut Gröne. Hinzu kam Michel Wiest als bürgerliches
Ausschussmitglied im Finanzausschuss. Erster Vorsitzender der FW war
zunächst Helmut, der im Jahr 1995 durch Lars Thomsen abgelöst
wurde. Diese vier bildeten den Kern der Fraktionsarbeit der nächsten
Jahre. Die SPD verfügte über vier, die CDU über fünf Sitze im
Gemeinderat. Eine Mehrheit zur Abwahl von Bürgermeister Klaus Groth
war zwar vorhanden, da sich Gröne und Kroll jedoch gegenseitig
blockierten und andere SPD-Kandidaten nicht zur Verfügung standen,
wurde Groth erneut wiedergewählt.
Gekennzeichnet war
die Zeit zwischen 1994 und 1998 vor allem von scharfen und sehr persönlichen
Auseinandersetzungen zwischen FW auf der einen und CDU auf der
anderen Seite. Dabei tat sich parteiübergreifend die G-Fraktion
hervor, Gröne, Groth und Hans-Werner Grupen. Sitzungen des
Gemeinderats waren – hauptsächlich ob der deftigen
Auseinandersetzungen – teilweise überfüllt. Inhaltlicher
Gegenstand war (meistens) der Streit um Erhalt oder Neubau von
Schule und Kindergarten. Was mit zehn fehlenden Kindergartenplätzen
begann, endete mit dem dramaturgischen Höhepunkt des ersten und
bislang einzigen Hetlinger Bürgerentscheids am 1. Februar 1998. Mit
einer Mehrheit von 352 zu 304 Stimmen votierten die Hetlinger für
einen Kindergarten- und Schulneubau am Standort der Mehrzweckhalle.
Die FW hatte
inhaltlich verloren und etliche Mitstreiter stellten den Sinn
weiterer kommunalpolitische Arbeit ernsthaft in Frage. Nach
intensiver Diskussion trat die FW mit dem Spitzenduo Gröne
und Hartz erneut zur Wahl an. Bei der SPD hatte die harte
Auseinandersetzung um das Thema Schule/Kindergarten dazu geführt,
dass nicht mehr genug Parteimitglieder zur Verfügung standen. So
wurde als Novum in der Hetlinger Geschichte eine Bürgerliste unter
SPD-Führung aus der Taufe gehoben. Bei der Wahl im März 1998
erreichte die FW trotzdem noch rund 12 %, jedoch nur noch einen Sitz
in der Gemeindevertretung. Dieser wurde zunächst durch Helmut Gröne,
danach durch Michel Wiest besetzt. Zum ersten Mal dauerte die
Legislaturperiode fünf Jahre. Die CDU hatte die absolute Mehrheit
mit sechs Sitzen, die Bürgerliste erreichte vier. Bürgermeister
Groth wurde erneut gewählt.
Im Jahr 2000 löste
Michel Wiest Lars Thomsen als Vorsitzenden ab, gleichzeitig übernahm
Michi Rahn den Sitz im Gemeinderat von Michel. Die Aufregung um das
Thema Schule/Kindergarten legte sich wieder, die alte Schule wurde
abgerissen und mit einem Musterbeispiel gelungener Dorfarchitektur bebaut.
Was im Rahmen des Bürgerentscheids keiner hören wollte, weil von
der FW, erwies sich schon bald als Realität. Schule und
Kindergarten waren von Anfang an zu klein, diese Baustelle der
Hetlinger Politik begleitete auch noch die Kommunalwahlen
2003. Die scharfen emotionalen Debatten im Gemeinderat gehörten
allerdings der
Vergangenheit an, sachliche Tagespolitik war gefragt. Gleichzeitig
schwand das Interesse der Medien wie auch der Hetlinger. Der
Gemeinderat tagte wenn auch öffentlich jedoch meist unter sich.
Immer stärker rückten dabei die Probleme der Gemeindefinanzen in
den Mittelpunkt. Im Gegensatz zur vorangegangenen Periode ließen
sich für die FW durchaus inhaltliche Erfolge verbuchen. Hetlingens
Jugend bekam endlich den eigenen Raum. Das Solar-Dach auf der Schule
und die weit über die Gemeindegrenzen wirkende BI gegen die A20 wären
ohne die FW-Aktivisten nicht vorstellbar gewesen.
Lars Thomsen (März 2003)
Die Wahlperiode 2003 bis 2008 gehört zu den traurigen Kapiteln
der Ortsgeschichte. Bürgermeister Klaus Groth (CDU) starb im
Frühjahr 2005 nach schwerer Krebskrankheit. Am Ende des Jahres starb
seine zweite Stellvertreterin, Beate Seifert (SPD/Bürgerblock), nach
einem Autounfall.
Seit April 2005 führt Barbara Ostmeier (CDU) die Gemeinde.
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